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Eine Schule die Geschichte machte

Friedrich Eberhard von Rochow

geb.    11.10.1734 in Berlin

gest.   16.05.1805 in Reckahn

Der "Kinderfreund" 1776 von Friedrich Eberhard von Rochow veröffentlicht, behauptete sich bis in die Mitte des 19.Jahrhunderts hinein als Lesebuch an den deutschen Volksschulen. Es erfuhr eine Vielzahl von Auflagen und erschien auch in französischer, polnischer, schwedischer und dänischer Sprache. In Deutschland war es das erste Schullesebuch überhaupt.

Als Friedrich Eberhard von Rochow 1772 seine neue Dorfschule eingeweiht hatte, stand er vor dem Problem, dass es zu diesem Zeitpunkt noch kein Schulbuch für den Landmann gab. Er wollte nicht nur elementare Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelt wissen, sondern auch über alle Bereiche des dörflichen Lebens. Aus diesem Grunde hatte er bereits 1772  den "Versuch eines Schulbuches für die Kinder der Landleute oder zum Gebrauch in Dorfschulen " herausgegeben. Das war Rochows erste Pädagogische Schrift.. Spätere Auflagen erschienen unter dem Titel "Versuch eines Schulbuches für Kinder der Landleute oder Unterricht für Lehrer in "niederen und Landschulen". Ein Jahr später ließ er in Brandenburg sein Buch ""Der Bauernfreund" drucken. Dieses gilt als direkter Vorläufer des "Kinderfreundes". Museumsführer Reckahn, Otto-Günther Beckmann und Marcus Albert, Seite 14

Aber es gibt noch eine andere Seite dieses seltenen Menschenfreundes, die uns nicht so sehr bekannt ist. Sehr interessant war sein wirtschaftliches Denken und Handeln. Im Zentrum seiner Bemühungen stand, die Produktionsleistungen mit seinen sozialen Aktivitäten in Übereinstimmung zu bringen. Mit anderen Worten: Seine Bauern sollten befähigt werden, ihre Lage durch eigene Leistungen zu verbessern. Hilfe zur Selbsthilfe wollte er leisten ebenda Seite 11

 

Das Wappen der Rochows
Museumsführer Reckahn Seite 29

Der Ausdruck "die Rochade" ist jedem Schachspieler ein Begriff. Es ist ein kombinierter Zug, der mit König und Turm zu gleicher Zeit ausgeführt wird.

Nun war ein Rochow, der einguter Schachspieler gewesen, in den Kreuzzügen gefangen genommen und zum Sultan geführt worden. Er wollte mit ihm, spielen. Man vereinbarte folgende Regeln: die erste Partie um das Leben des Gefangenen, die zweite um die Freiheit und die dritte um die Werte. Alle drei Partien gewann der Rochow durch einen, dem Sultan wenig geläufigen Zug, eben die Rochade.

Auf dem Rückweg vom Morgenland ist dieser Rochow dann wahrscheinlich durch die Schweiz gekommen, hat dort durch Dienste oder Heirat die Burg "Drei Ruchen" zum Besitz erhalten und in Erinnerung an sein Schacherlebnis die ursprünglichen Wappenzeichen in eine den Türmen entnommene Zeichnung umgewandelt. ebenda Seite 29


die Rochowsche Schule, erbaut 1773
heute Schulmuseum Reckahn
typossatz GmbH GmbH


Schiefertafel, Griffel  Rohrstock und noch andere Schuluntensilien zeigt das 1992 gegründete Schulmuseum Reckahn. Die Attraktion ist der Klassenraum um 1900. 
Ergänzt wird die Ausstellung durch historische Schulbücher und Unterrichtsmittel, sowie eine Sammlung des ersten Lesebuches des "Kinderfreundes".
Für Gruppen und Schulklassen können nach Voranmeldung historische Schulstunden gehalten werden.

Träger des Museums ist der Landkreis Potsdam Mittelmark.
Quelle: Flyer Museen und Ausstellungen in der Gemeinde Kloster Lehnin.
Weitere Informationen zum Museum

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