Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin

Stefan Beier
Museumsleitung




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- Klosterkirche - - Museum / Klosterladen -


Das Kloster Lehnin ist die erste Gründung des Zisterzienserordens in der Mark Brandenburg. 1180 von Markgraf Otto I. gestiftet besaß es als Hauskloster und Begräbnisstätte der Askanier und Hohenzollern eine bedeutende kirchliche, wirtschaftliche und politische Funktion. 1542 löste Kurfürst Joachim II. im Zuge der Einführung der Reformation in Brandenburg auch das Kloster Lehnin auf, indem er nach dem Tode Abt Valentins eine neue Abtswahl verhinderte. Der Klosterbesitz, der u.a. 64 Dörfer umfasste, fiel an den Kurfürsten.

Im 30jährigen Krieg erlitt die Klosteranlage durch Plünderungen und Brandschatzungen große Schäden. Doch bereits der Große Kurfürst entdeckte den Ort wieder und so zog nach dem Umbau des ehem. Konversenflügels zum Jagdschloss in die Klosteranlage barockes höfisches Leben ein. Die Klosterkirche wurde in dieser Zeit durch eine Mauer in der Mitte zweigeteilt, damit die mittlerweile in Lehnin ansässigen Gemeinden der Reformierten und der Lutheraner jeweils einen eigenen Kirchenraum nutzen konnten. Das Jagdschloss, aber auch der westliche, zunehmend ungenutzte Teil der Klosterkirche verfielen bald wieder und wurden bis in die 1820er Jahre als Steinbruch missbraucht.

Unter Friedrich Wilhelm IV. kam es zu ersten Überlegungen zum Wiederaufbau der Klosterkirche, die dann allerdings erst zwischen 1871 und 1877 verwirklicht wurden.

Das Klostergelände wurde 1911 von der Evangelischen Kirche der Mark Brandenburg aufgekauft und in die historischen Gebäude hinein das Diakonissenmutterhaus Luise-Henrietten-Stift Lehnin gegründet. Damit zog seit der Reformation wieder eine geistliche Gemeinschaft in die Mauern des ehemaligen Klosters.

Das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin ist heute der Träger einer Vielzahl von diakonischen Einrichtungen der Alten- und Krankenpflege auf dem ehem. Klostergelände.

Im barocken Amtshaus ist ein Museum eingerichtet. Die Dauerausstellung „Wo Himmel und Erde sich begegnen“ widmet sich dem Anspruch der gelebten Gottes- und Nächstenliebe an diesem Ort seit dem Beginn mit den Zisterziensern und seiner Fortführung heute.


Öffnungszeiten Museum:           Mo. - Sa.            10:00 Uhr - 17:00 Uhr

                                                    So.                     13:00 Uhr - 17:00 Uhr

Besichtigungszeiten Klosterkirche:

April - Oktober:                            Mo.- Fr.:             10:00 – 16:00 Uhr

                 Sa.                     10:00 – 17:00 Uhr

                 So.                     13:00 – 17:00 Uhr

November - März:                       Mo.-Sa. :            10:30 – 15:30 Uhr

                                                    So.                     13:00 – 16:00 Uhr

 

Führungen auf Anfrage

Eintrittspreise:

normal:                                                                                3,- Euro/Person

ermäßigt für Schüler, Studenten, Rentner, Arbeitslose      2,- Euro/Person

Kinder bis 6 Jahre:                                                              frei

Familienkarte:                                                                      7,50 Euro

Gruppenpreise ab 15 Personen:                                         2,- bzw. erm. 1,50 Euro/Person

 

Im Museum gibt es auch einen Klosterladen und ein Café.
 

Kontakt:                         Museum im Zisterzienserkloster Lehnin

                                      Klosterkirchplatz 1-19

                                      14797 Kloster Lehnin

                                      Tel. (03382) 768-841

                                      Fax (03382) 768-811

                                      E-Mail: besucherdienst@edbtl.de

 


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