- ein Orts - Porträt -

 Rochow-Museum  Quelle: Flyer der Reckahner Museen Schulmuseum
 

 Foto
Silke Siebrecht 
Museumsleitung

 
     

 

Reckahn  ein Ort mit grosser historischer Tradition

 


 

 

Friedrich Eberhard v. Rochow
1734 - 1805

Im märkischen Dorf Reckahn kann der Besucher noch heute ein seltenes Gesamtensemble von Herrenhaus (1729), Gutspark  (um 1730), Barockkirche (1741) und Schulhaus (1773) bewundern. Es ist unmittelbar mit dem Leben des Pädagogen, Agrarreformers, Schriftstellers und Gutsherrn Friedrich Eberhard von Rochow (1734 – 1805) verbunden. Die bahnbrechenden pädagogischen und agrarischen Reformen Rochows waren u.a. modellbildend für die Entwicklung des Volksschulwesens und für die Modernisierung der Landwirtschaft im 19. Jahrhundert.

Durch den Gutsherren von Rochow
 wurden Dorfschule und Herrenhaus zu einem bemerkenswerten Treffpunkt für an Aufklärung, Toleranz und Schulreform interessierte Zeitgenossen. Reckahn war ein wichtiger Knotenpunkt im Netzwerk der Spätaufklärung. Die gesellschaftliche Prominenz der Zeit, Fürsten, Minister, Gebildete aus allen deutschen Territorialstatten sowie aus Mittel- und Osteuropa gaben sich im Reckahner Schulhaus und im Herrenhaus die Türklinke in die Hand. Das noch erhalten gebliebene Besucherbuch verzeichnet am Ende des 18. Jahrhunderts über 1.200 Besucher in 30 Jahren.

Dorfschule Reckahn
1773 errichtet
Schloss Gartenansicht

Denkmal
für den Lehrer
Heinrich Julius Bruns
1746 - 1794
im Gutspark Reckahn

Die Zeitgenossen Rochows
 empfanden es als eine Sensation, dass Bauernmädchen und Bauernjungen als vernünftige Geschöpfe in einer menschenfreundlich (philanthropisch) gestalteten Schule das Lesen, Schreiben und Rechnen lernen konnten. Auf der Rochowschen Gutsherrschaft wurde dreißig Jahre vor den Preußischen Reformen die Alphabetisierung flächendeckend realisiert


Weiterführende Literatur (Auswahl)
Vernunft für das Volk. Friedrich Eberhard von Rochow im Aufbruch Preußens. Herausgegeben von Hanno Schmitt und Frank Tosch.    Berlin 2001

Friedrich Eberhard von Rochow: Der Kinderfreund. Ein Lesebuch zum Gebrauch in Landschulen. Faksimiledruck der Ausgabe von 1776.   Berlin 2003


Das Rochow-Museum wurde in das Blaubuch der Bundesregierung als ein Kultureller Gedächtnisort mit besonderer nationaler Bedeutung aufgenommen. Zu den Kulturellen Gedächtnisorten gehören zwanzig Institutionen in den Neuen Bundesländern.


Öffnungszeiten Reckahner Museen
März bis Oktober:
Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag 10 bis 18 Uhr, Sonntag 10 bis 17 Uhr
November bis Februar:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung. Montags geschlossen. Winterferien: Mitte Dezember bis Mitte Januar


Rochow Museum im Herrenhaus Reckahn
Träger: Förderverein Historisches Reckahn e.V.
Reckahner Dorfstr. 27, 14797 Kloster Lehnin /OT Reckahn
Tel (033835) 60672, Fax (033835) 60665
E-Mail: siebrecht@rochow-museum.de
www.rochow-museum.de

Schulmuseum Reckahn
Träger: Landkreis Potsdam-Mittelmark
Reckahner Dorfstr. 23, 14797 Kloster Lehnin /OT Reckahn
Tel: (033835) 60 88 70, Fax (033835) 60 88 90
E-Mail: schulmuseum@t-online.de
www.reckahn.com




Anfahrt:
Mit dem Bus der Linie 581 Richtung Belzig ab Brandenburg Hauptbahnhof (ca. 100 m rechts vom Bahnhofsgebäude).
Mit dem PKW über die Autobahn A2 bis zur Abfahrt Brandenburg/Havel; B 102 Richtung Belzig bis Rotscherlinde, weiter über Krahne nach Reckahn

 


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