Herkunft der Holzschuhe
In Amsterdam und Rotterdam
fand man bei Ausgrabungen
aus Erlenholz gefertigte
Klompen. Sie stammen aus dem
13. Jahrhundert. Bei
Untersuchung des Holzes mit
der Radiokarbon-Methode kann
man ein sicheres
Herstellungs-Datum bzw.
Alter der Holzschuhe
bestimmen unter Einbeziehung
der Halbwertzeit des
radioaktiven Zerfalls beim
Holz. Da nicht mehr tragbare
Schuhe meist als
Feuermaterial endeten, sind
solche Fundstücke selten
und daher ihr Ursprung
unsicher zu bestimmen,
Neben den Niederlanden und
Belgien gilt auch Frankreich
als ein typisches
Herkunftsland von
Holzschuhen. Die Herstellung
von Sabots (Holzschuhe)
gehörte zur traditionellen
Arbeit eines Bauen in
Frankreich, zunächst als
Nebenarbeit, ab dem
18.Jahrhundert als
eigenständiges Handwerk. Von
den genannten Ländern aus
verbreiteten sich die
Holzschuhe nach Deutschland.
Auch Familiennamen können
einen Hinweis auf Holzschuhe
geben. So weisen bereits im
12.Jh. geprägte
Familiennamen auf den
Berufsstand der
Holzschuhmacher hin. Im
niederländischen Raum fanden
Klompen eine frühe
schriftliche Erwähnung in
der "Leidse Keur", einer
Verordnung der Stadt Leiden
von 1429. Im
Brandenburgischen Raum wird
das Wort "partyncken" oder
"partynken" in der
niederdeutschen
Versunterschrift unter der
Gestalt des Narren aus dem
Totentanz, einem Wandbild in
der Berliner Marienkirche
von 1484/85 erwähnt. Das
Wort steht für Pantoffeln,
gemeint ist der hölzerne
Pantoffel als standesgemäßes
Schuhwerk eines Narren der
damaligen Zeit.
Frühe bildliche
Darstellungen von
Holzschuhen finden sich in
der niederländischen,
flämischen und französischen
Buchmalerei und im folgenden
in den berühmten Genreszenen
in Gemälden eines Hieronymus
Bosch oder Pieter Breughel
d.Ä.
Das Museum in Grebs zeigt
typische genutzte Techniken
und hergestellte Holzschuhe
der damaligen Zeit - hier
ein kleiner Ausschnitt:
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